Ein Ausflug zum Campus Rütli
Nachdem alteingesessene Berliner Lokalmatadore mir nicht die genaue Lage der weltberühmten Rütli-Schule nennen konnten (bis auf “muss hier (Neukölln) irgendwo sein”), packte mich der Entdecker-Ergeiz und Google musste Antworten liefern. Wie sich herausstellte ist der “Campus Rütli” gleich bei mir um die Ecke, 600 Meter Fussweg.
Dieses neue Ausflugsziel wurde gestern erschlossen. Nach unangemeldeter Entfernung von der geführten Touristengruppe wurde der Mastbetrieb für schwererziehbare Gewalttäter (vorsichtshalber nach Ladenschluss und von außen) begutachtet.
Man kann nichts Großes dazu erzählen ausser dass unklar scheint, wie es an diesem nachgerade idyllischem Ort der Bildung zu den bekannten Exzessen des Ungehorsams kommen konnte. Ich weiss ja nicht, wie es früher dort aussah, aber jetzt ist doch alles sehr auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten. Von an den Zäunen angebrachten Flächen für Anfänger-Graffitis bis zu extrem bunten Häuserwänden in denen sich Freizeit-Angebote wie “Bühne aufbauen mit Frank” abspielen.
Nur die Rütli-Schule itself kommt halt noch als klassischer Kasten daher, aber das ist wahrscheinlich so gewollt. Wär ja noch schöner, wenn die schlimmste Schule Deutschlands© auf einmal im Tigerenten-Anstrich daherkommt.
Alles in allem ist der Campus Rütli einen kleinen Abstecher Wert und wird in die Führung “Bekannt aus Funk und Fernsehen” mit aufgenommen. Been there, done that.
Fun Fact: Arno Funke aka. “Dagobert”, Kaufhaus-Erpresser, war Schüler auf der Rütli-Schule.
Geil…hast du schon ebay gecheckt ob dein Handy drin steht?